Im Jahr 2022 führte die VESA (Video Electronics Standards Association) den neuen DisplayPort-Standard – DP2.1 – ein. Was ist DP2.1 und worin liegt der Unterschied zu DP1.4? Die Details dazu werden im Folgenden vorgestellt.
Was ist DisplayPort 2.1 (DP2.1)
Auf der Rückseite eines Monitors befinden sich in der Regel DisplayPort- und HDMI-Anschlüsse. Beide sind digitale Audio-/Video-Standards, die entwickelt wurden, um Computer mit kompatiblen Geräten zu verbinden und eine hochwertige Signalübertragung zu gewährleisten. Mit steigenden Anforderungen an höhere Auflösungen und Bildwiederholraten stoßen ältere Versionen dieser Standards jedoch an ihre Grenzen. Ältere DisplayPort-Versionen sind zwar zuverlässig, unterstützen aber möglicherweise nicht die neuesten Auflösungen oder extrem hohen Bildwiederholraten, die für modernes Gaming und professionelle Anwendungen erforderlich sind. Die Bandbreite reicht nicht aus, um 4K-, 8K- oder Dual-4K-Setups mit hohen Bildwiederholraten zu ermöglichen.
DP2.1 bietet eine höhere Bandbreite, um diesen gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Je nach Bandbreite gibt es verschiedene Varianten von DP2.1. UHBR20 bietet die höchste Bandbreite und unterstützt 80 Gbit/s – das 2,5-fache der Bandbreite von DisplayPort 1.4a (HBR3). Dadurch sind Auflösungen wie 4K@240Hz, 1440P@500Hz, Dual-4K@120Hz und viermal 4K@60Hz ohne DSC möglich.
Ultra-High Bit Rate
Totale Bandbreite
Allerdings hat DP2.1 eine Schwäche: die Kabellänge. Um höhere Übertragungsgeschwindigkeiten zu erreichen, muss ein Kompromiss bei der Kabellänge eingegangen werden. Das Kabel ist nur 1 Meter lang. Bei längeren Kabeln können Probleme wie Latenz oder Leistungsabfall auftreten. Diese Einschränkung begrenzt die Nutzbarkeit von DP2.1 erheblich. Eine Kabellänge von nur 1 Meter stellt eine Herausforderung dar, insbesondere da PC-Nutzer ihre Monitore oft weiter entfernt vom Rechner platzieren.
DisplayPort 2.1a (DP2.1a)
DP2.1a ist der neueste Standard, den die VESA auf der CES 2024 vorgestellt hat. DP2.1a verbessert die Bandbreite und erhöht die Kabellänge. Dadurch wird die größte Schwäche von DP2.1 behoben. Mit DP54 wird eine Kabellänge von bis zu 2 Metern unterstützt, ohne dass Leistungseinbußen auftreten. Eine Länge von 2 Metern ist in den meisten Fällen ausreichend.
Das richtige Kabel für DP2.1a auswählen
Um die volle Bandbreite von DP2.1a auszunutzen, müssen sowohl der Monitor als auch die Grafikkarte DP2.1a unterstützen. Zudem sollte ein DP80-Kabel verwendet werden, das von der VESA zertifiziert ist. Nur so kann die maximale Übertragungsrate von 80 Gbit/s erreicht werden.
DP80 ist möglicherweise noch wenig bekannt, dabei handelt es sich um eine Kabelspezifikation für DP2.1a. Innerhalb von DP2.1a gibt es drei Hauptspezifikationen: DP40, DP54 und DP80. Die Zahl hinter "DP" gibt die unterstützte Bandbreitenkapazität an. Ein DP80-Kabel ermöglicht beispielsweise eine Gesamtbandbreite von 80 Gbit/s, berechnet als 20 Gbit/s pro Lane über vier Lanes (20 Gbit/s × 4 Lanes = 80 Gbit/s). Diese hohe Bandbreite erlaubt eine nahtlose Unterstützung fortschrittlicher Auflösungen, hoher Bildwiederholraten und Multitasking-Setups.
MSI DP2.1a Gaming-Monitore – MPG 272URX QD-OLED und MPG 322URX QD-OLED
Die Modelle MPG 272URX QD-OLED und MPG 322URX QD-OLED verfügen über Bildschirmgrößen von 27 bzw. 32 Zoll. Beide Monitore bieten eine beeindruckende 4K-Auflösung in Kombination mit einer Bildwiederholrate von 240 Hz. Dank der DP2.1a-Konnektivität entfällt die Notwendigkeit von DSC (Display Stream Compression), sodass eine echte 4K@240Hz-Darstellung ohne Qualitätseinbußen möglich ist. Durch den Einsatz der QD-OLED-Technologie wird zudem eine extrem schnelle Reaktionszeit von nur 0,03 ms erreicht.
Durch die Kombination aus QD-OLED-Technologie und dem neuesten DP2.1a-Standard stellt MSI sicher, dass diese Monitore nicht nur den aktuellen Anforderungen gerecht werden, sondern auch für zukünftige Bedürfnisse von Gaming- und professionellen Anwendern bestens gerüstet sind.