Ein genauerer Blick: Die Wärmeentwicklung der VRM-Phasen des MPG X570 GAMING EDGE WIFI.

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Heute möchten wir uns einmal genauer das MPG X570 GAMING EDGE WIFI AM4-Mainboard mit entsprechender Ryzen 3700X CPU anschauen. Dabei werfen wir vor allem einen Blick auf die Temperatur der CPU und VRM"s unter Volllast. Außerdem werden wir versuchen, die Effizienz zu steigern und dabei ein stabiles System auf die Beine zu stellen.
 

Benchmark-Tools

Für unsere Benchmarks verwenden wir Cinebench R20 und Blender (Gooseberry Benchmark), sowie das Benchmarking-Tool "Puget-Benchmark", welches extra auf professionelle Workstations optimiert wurde. Selbstverständlich können die Benchmark-Tools heruntergeladen und selber getestet werden.
 

Arbeitsablauf

Zuerst ermitteln wir die maximale Frequenz, die der 3700X-Prozessor erreichen kann. Danach müssen wir einen langzeitstabilen CPU-Takt finden. Für die Kühlung haben wir uns für die Cooler Master ML360R RGB entschieden – eine AIO-Wasserkühlung. Wir beginnen also mit dem Ermitteln der maximalen CPU-Spannung, welche von der Cooler Master ML360R RGB gekühlt werden kann. Dabei muss vor allem darauf geachtet werden, dass die maximale CPU Temperatur unter Last zwischen 80 - 90 ° C bleibt und die 90 ° C nicht überschreitet. Im ersten Spannungstest mit Cinebench R20 mit 1,4 Volt liegt die CPU Temperatur bei etwa 80 ° C. Zur Überwachung der Temperaturen verwenden wir HWInfo. Im Anschluss verwenden wir verschiedene Benchmarks, um die CPU und die VRMs so gut wie möglich auszulasten. Währenddessen werden die Temperaturen auch von außen mit der FLIRONE PRO-Wärmebildkamera von FLIR aufgenommen, welche dem Programm HWInfo dann als Zusatzdaten dienen.

 

Getestete Konfiguration

CPU: RYZEN 7 3700X
Mainboard: MSI MPG X570 GAMING EDGE WIFI (BIOS v1.3)
Arbeitsspeicher: G.SKILL Flare X F4-3200C14D-16GFX 8GB x2
Grafikkarte: MSI RTX 2080 Ti Duke
SSD: WD Black NVMe SSD 500GB (M.2)
CPU-Kühler: Cooler Master LiquidMaster ML360RRGB
Gehäuse: MSI MPG GUNGNIR 100 (Systemlüfter: 3 Frontlüfter and 1 Rücklüfter)
Betriebssystem: Windows 10 Pro x64 Version 1903

 

Cinebench R20 – 4.25GHz @ 1.40v

Beim ersten Benchmark mit Cinebench R20 liefert der AMD Ryzen 7 3700X einen Benchmark-Wert von 4948 cb. HWInfo hat dabei eine maximale CPU-Temperatur von 82 ° C erfasst, was auch für den Langzeitbetrieb problemlos innerhalb des Toleranzbereiches bleibt
Das VR MOS hat dabei eine Temperatur von ungefähr 67,9 ° C laut FLIX-Wärmebildkamera. Wie uns die MOS-Temperaturwerte zeigen, muss man sich nicht um eine Überhitzung des MOS wegen einer Blockierung des Luftstroms durch die eingebaute Wasserkühlung sorgen. Die drei installierten Frontlüfter sorgen für eine vollkommen ausreichende Kühlung.
 
Cinebench R20
Cinebench R20
Cinebench R20 - CPU Temperatur 81.4°C, MOS 59°C
 
Cinebench R20
Cinebench R20 - Wärmebild VRM max 67.6 ° C
 

Blender Gooseberry Benchmark – 4.275GHz @ 1.40v

Jetzt gehen wir einen Schritt weiter zu Blender und erhöhen unsere Taktrate um 25 MHz, woraufhin wir einen Takt von @4,275 GHz bei 1,4 V erreichen. Auch nach wiederholten Testläufen blieben Bluescreens oder sonstige Fehlermeldungen aus. Die Temperatur blieb bei stabilen 78 ° C. Erst bei dem nächsten Schritt, der Übertaktung auf 4,3 GHz, konnte ein stabiler Betrieb nicht mehr sichergestellt werden, weswegen wir bei einer Taktrate von 4,25 GHz mit 1,4 V bleiben.
 
Cinebench R20
Cinebench R20
Blender - HWiNFO CPU 78.3 ° C, VRM 57 ° C

 
Cinebench R20
Blender - Wärmebildkamera VRM Temperatur von 60.1 ° C
 

F1 2018 – Benchmarktest

Durch den integrierten Benchmark bei F1 2018 ist es sehr einfach den Computer kontrolliert zu belasten und somit sehr genaue Ergebnisse zu erhalten. Zusätzlich sind Spiele in der Regel mehr auf die Leistung der GPU angewiesen, weshalb unsere CPU nach einer halben Stunde Benchmark-Betrieb eine Temperatur von ca. 73 ° C erreicht und die VRM“s eine Temperatur von ca. 53 ° C. Die Temperaturen liegen im unteren Wertebereich, weswegen die Einstellungen beibehalten werden können.
 
Cinebench R20
F1 2018 - HWiNFO Display CPU 72.9 ° C, VRM 53 ° C.
 
Cinebench R20
F1 2018 - Wärmebildkamera VRM 58.1 ° C
 

Puget Systems Adobe Premiere Pro CC – 4.275GHz @ 1.40v

Unseren letzten Test führen wir mit Adobe Premiere Pro durch, Premiere wird häufig zur Videobearbeitung verwendet. Dabei haben wir den Test mit der integrierten Puget-Benchmark-Suite durchgeführt. In der folgenden Tabelle kann man sehr gut erkennen, dass unsere CPU nicht untertaktet ist und auch den Übertakt von 4,275 GHz stabil halten kann. Im Benchmark-Durchlauf erreichte das System eine maximale CPU-Temperatur von 79,8 ° C, sowie eine VRM-Temperatur von 55 ° C.
 
Cinebench R20
Puget Systems Adobe Premiere Pro CC - HWiNFO CPU 79.8 ° C, VRM 55 ° C
Cinebench R20
Wärmebildkamera VRM 59.8 ° C

Zusammenfassung

Nach unserer Durchführung der obigen Tests stellt sich für das System eine CPU-Spannung von 1,40 Volt und eine Frequenz von 4,25 GHz als ideal heraus. Bei normaler Belastung beträgt die maximale CPU-Temperatur ungefähr 80 ° C, auch die VRM-Temperatur liegt bei etwa 60 bis 70 ° C und ist daher ideal für den Langzeitgebrauch.
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