MOD PRO INSIDER: Twelve-80 – KRAIT GAMING Edition

Posted on March 06 2017


1.     Wer bist du und wo kommst du her? Wie viele Mods hast du bisher angefertigt? Wie lange betreibst du das Modding schon?

Also, ich heiße Dave Cathey, aber in der Modding-Welt kennt man mich auch als InsolentGnome. Ich komme aus Hallsville in Missouri, was ziemlich zentral in den USA gelegen ist. Der Twelve-80 ist bislang meine siebente Modifikation, aber ich hab gerade zwei weitere in der Mache und noch eine in Planung. Ich habe zwar schon immer mit Computern herumgespielt, aber mit dem Modding habe ich erst vor etwas mehr als zwei Jahren angefangen. Vor zwei Jahren und zwei Monaten, um genau zu sein, denn da habe ich meinen ersten Wettbewerb mit meiner ersten Mod bestritten.

2.     Was haben deine Eltern und Freunde zu deiner Entscheidung gesagt, Computer-Modder zu werden?

Ich glaube, sie waren alle ein wenig erstaunt und sind es immer noch. Es ist ein sehr spezielles Hobby, von dem viele gar nicht wissen, dass es so etwas überhaupt gibt. Für viele ist ein Computer einfach ein beiger oder schwarzer Kasten auf ihrem Schreibtisch und gut. Ich vergleiche das dann immer mit Autos. Computer-Modding ist dem Tunen eines Autos ganz ähnlich. Für manche ist Fließbandware eben ausreichend, andere hätten gern etwas Netteres, Cooleres oder Schnelleres.

 

3.     Was hat dich zum „ Twelve-80 – KRAIT GAMING Edition “-Projekt inspiriert?

Ursprünglich hatte ich ein offenes Design aus Acryl geplant, das eher wie ein Display aussehen sollte, aber so richtig glücklich war ich damit nicht, da das schon so viele Leute vor mir gemacht hatten und das auch ziemlich gut. Also hab ich nach Ideen für verschiedene Formen und Designs für das Gehäuse gesucht und dabei hat sich dann dieses zehneckige Gebilde durchgesetzt. Es war irgendwie anders und die vielen Seiten und Winkel haben ihm eine gewisse Komplexität verliehen, obwohl es doch ziemlich schlicht daherkommt.


Das Gehäuse besteht aus 2 mm dickem Aluminium und aus lediglich drei Teilen: Die Halterung für das Motherboard, die untere Gehäuseplatte und das Außengehäuse. Die Biegungen des Außengehäuses betragen insgesamt ungefähr 1280 Grad – deswegen der Name „Twelve-80“.

Letztendlich ist es einfach die Form, die mir so gut gefallen hat. Sie hat zu mir gesprochen, haha!

4.     Wie viel Zeit verwendest du auf solch eine Mod? Welcher Teil ist dabei die größte Herausforderung?

Ich habe wahrscheinlich so ca. 60 Stunden reingesteckt. Ich habe versucht, wenigstens ein paar Stunden täglich daran zu arbeiten, da ich hierfür nur ein kleines Zeitfenster zur Verfügung hatte. Zwei Sachen waren wirklich besonders herausfordernd. Zum einen war es das Design. Bevor ich alles verbaute, musste ich sicherstellen, dass alle Teile hineinpassen und das Design am Ende stimmig sein würde. Die zweite Herausforderung war die Farbe. Um das Schwarz derart glänzend hinzubekommen, musste ich die Flächen ziemlich lange abschmirgeln und polieren. Und noch mehr polieren. Aber es hat sich absolut gelohnt, auch wenn es das Fotografieren mit dem ganzen Glanz und den Spiegelungen ganz schön erschwert hat.

5.     Auf welche Eigenschaft bist du dabei besonders stolz?

Bei dieser Mod bin ich einfach stolz auf das Design als Ganzes. Der Herstellungsprozess an sich war nicht sonderlich hightech oder wahnsinnig ausgefallen, eigentlich gestaltete er ziemlich schlicht. Ich glaube aber, dass das Design ziemlich variabel ist und an viele Hardware-Teile und Oberflächen angepasst werden und so den Charakter des Gehäuses total verändern kann. In dieser Aufmachung ist es auf jeden Fall für das Gaming am passendsten, mit einer polierten Aluminiumoberfläche und einer etwas dezenteren Hardware würde es aber auch gut in ein Büro passen. Auf diese Vielseitigkeit bin ich am meisten stolz.

MSI Z270 KRAIT GAMING - DARE TO BE DIFFERENT

6.     Wie ist es um die Modding-Szene in den USA bestellt?

Es gibt sie, doch leider ist sie geografisch gesehen ziemlich verstreut. Es gibt hier und da Orte, an denen das Modding sehr aktiv betrieben wird, aber da alles so verstreut stattfindet, ist es schwer, sich mit anderen Moddern zu treffen und neue, am Modding interessierte Leute kennenzulernen.

 

7.     Irgendwelche Ratschläge für Modder im Anfangsstadium?

Um es mal mit den Worten von Nike auszudrücken: Just do it! Auch wenn es sich nur um kleine Anpassungen handelt oder darum geht, Grafiken ans Gehäuse zu applizieren oder eine speziell angefertigte Rückwand an eine Grafikkarte anzubringen, – man muss eben irgendwo anfangen. Wenn der erste Schritt gemacht wurde, kann man darauf aufbauen und bei den nächsten Schritten fällt es schon leichter, auch wenn sie etwas mehr Arbeit bedeuten können.

Hab keine Angst davor, dazuzulernen. Mit jedem Projekt bringe ich neue Ideen und Dinge ein, die ich irgendwo aufgeschnappt bzw. dazugelernt habe, weil ich mir entweder Aufzeichnungen von anderen Moddern angesehen oder mich mit ihnen ausgetauscht habe. Manchmal betreibe ich einfach nur gute alte Internetrecherche, um neue Sachen auszuprobieren oder weil ich nach einer Technik suche, mit der ich meine Ideen umsetzen kann.

Denke nicht daran, was andere so machen. Ich glaube, dass sich viele vom Niveau der vielen bereits gebauten Mods abschrecken lassen und deshalb nicht ins Modding einsteigen. Sie sehen Fotos von einem Wettbewerb oder in einem Magazin und glauben, dass sie das nie erreichen könnten, und versuchen es deshalb gar nicht erst. Man muss sich aber im Klaren darüber sein, dass diese Mods mal das Ziel sein sollen und nicht das Anfangslevel darstellen. Man kann sich zu Beginn einfach noch nicht mit einem BS Mods, Bill Owen oder L3P vergleichen, aber man kann sie definitiv in ihrem Schaffen beobachten.

 

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